Matthias von Hintzenstern arbeitet als Musiker und interdisziplinärer Künstler an der Schnittstelle von Klang, Raum, Bild und Bewegung. Sein künstlerisches Denken ist geprägt von Improvisation, Experimentierfreude und prozesshaften Arbeitsweisen, in denen das unmittelbare Reagieren auf Situationen und andere Ausdrucksformen im Zentrum steht.
Charakteristisch für seine künstlerische Handschrift ist der offene, experimentelle Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Medien.
Als Mitbegründer des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM) prägte er dessen offene, dialogische Ausrichtung maßgeblich.
Geboren 1953 in Eisenach, studierte Matthias von Hintzenstern Violoncello an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Seit 1976 war er als Orchestermusiker tätig, von 1980 bis 2018 im Philharmonischen Orchester des Theaters Altenburg-Gera. Mit dem Ensemble für Intuitive Musik Weimar führten ihn internationale Gastspiele in rund 30 Länder nach Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Seine künstlerische Praxis umfasst neben dem Violoncello auch Obertongesang, Bandoneon sowie Arbeiten im Theater- und Installationskontext. Weitere Informationen zum künstlerischen Arbeiten von Matthias von Hintzenstern finden sich auf der Website von Hans Tutschku ...
Im Folgenden wird mit der Raum-, Klang- und Lichtinstallation „Es ist fünf nach zwölf“ ein Beispiel seiner Arbeiten aus dem Jahr 2025 vorgestellt, für den er den Sonderpreis der 12. Höhlerbiennale 2025 erhalten hat.
Statement zur künstlerischen Arbeit Matthias von Hintzenstern zur 12. Höhler-Biennale 2025
Die Raum-, Klang- und Lichtinstallation zeigt eine „imaginäre Lady“, die ihr Handy hält und Aktuelles hört - Nachrichten von Naturkatastrophen, Überschwemmungen, Waldbränden, Kriegsberichten etc. Die Besucher:innen des Höhlers können mithören. Die "Lady" möchte es nicht mehr hören und gibt zynische Kommentare zu den einzelnen Nachrichten ab.
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